Cui bono? - Wem nützt es?

Warum ein Geschichtsverein in der Großen Kreisstadt? Gründe und Ziele gibt es viele, unabhängig davon, dass es sicherlich von allgemeinem Interesse wäre, zu wissen, wovon und wann die erste hiesige Tageszeitung berichtete, wo in Hohenstein-Ernstthal das erste Bier gebraut wurde, wann und warum Prominente aus Politik, Kultur und Wirtschaft die Stadt besuchten, wer der erste Bürgermeister von Hohenstein war, woher der Hüttengrund seinen Namen hat oder warum ausgerechnet Anna Gratiosa von Schönburg Hohenstein zur Bergstadt erhob ... Zahllos sind die Möglichkeiten aus der interessanten und abwechslungsreichen Geschichte unserer Altvorderen und über ihr Leben zu berichten. Industrie-, Bergbau-, Kirchen- und Sportgeschichte spielen dabei eine ebenso aufschlussreiche Rolle wie Verkehrs-, Kultur-, Schul- oder Sozialgeschichte. Das Wissen um Architektur, Personalia, Feierlichkeiten bis zur Friedhofsgeschichte (wer weiß, dass Dr. Andrè, der erste Oberbürgermeister von Chemnitz und Mitautor des Deutschen Reichspatentgesetzes in Hohenstein begraben worden ist?) - dies alles sollte dokumentiert werden.

Zweck des Geschichtsvereins Hohenstein- Ernstthal e.V. ist die Erforschung, die wissenschaftliche wie auch allgemein- verständliche Darstellung der Geschichte der Stadt Hohenstein-Ernstthal und ihrer Umgebung von den Anfängen bis zur Gegenwart. Dabei soll der Verein unabhängig von politischen und konfessionellen Bindungen wirken. Zu ehrwürdig sind die Leistungen unserer Väter und Mütter, als dass sie der Vergessenheit preisgegeben werden sollten. Ziel ist es, den geschichtlichen Sinn der Bürger der Stadt, ihre Verbundenheit mit deren Traditionen und Leistungen sowie ihre Beziehungen zur Stadt allgemein zu vertiefen. Dieses Ziel soll verwirklicht werden durch Vortrags- und Diskussionsabende,  Ausstellungen, Exkursionen und Veröffentlichungen.

Dabei spielen natürlich auch enge Kontakte zu Archiven, Museen, Bibliotheken und anderen Vereinigungen, die ähnliche Ziele verfolgen, eine Rolle. Nicht zuletzt soll mit dem Geschichtsverein Hohenstein-Ernstthal e.V. beratend und fordernd Einfluss auf den Umgang mit dem allseitigen historischen Erbe unserer Vorfahren genommen werden, damit Freveltaten, wie die Auflösung des Hohenstein-Ernstthaler Heimatmuseums 1964 mit all ihren Folgen zukünftig verhindert werden können. Dabei soll die Möglichkeit, Arbeits- bzw. Fachgruppen zu bilden (Ortschronisten, Schüler-AG's u. ä.), die Chance bieten, die gesamte Palette historisch dokumentierungswürdiger Vorgänge in die Wirksamkeit des Vereins zu integrieren.

Der Geschichtsverein Hohenstein-Ernstthal e.V. hat seinen Sitz in der ,,Karl-May-Begegnungsstätte". Er steht allen Bürgern offen und dient auch als Anlaufstelle zur Aufklärung regional-geschichtlicher Fragen, die Stadt Hohenstein-Ernstthal und ihre Umgebung betreffend. Eine eigene Schriftenreihe, deren erstes Heft im Mai 2003 erschien, informiert alle interessierten Bürger zur Geschichte von Hohenstein-Ernstthal und Umgebung. Der Aufbau einer eigenen Literatur- und Bildsammlung soll sich auf forschungs-relevantes Schrift- und Bildgut beschränken. Ansonsten versteht sich der Verein diesbezüglich als Mittler für die städtischen Museen und Archive.

Dipl. Hist. André Neubert

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